Herbst


Unübersehbar ist Herbst. Ein Jahr neigt sich dem Ende zu. Zeit, Trübsal zu blasen? Keineswegs.

Was ist Schlechtes daran, dass sich ein Jahr dem Ende neigt? Wir mögen vielleicht den Gedanken an sich nicht, dass etwas zu Ende geht. Oder haben wir Mitgefühl mit dem Jahr, weil auch der Zahn der Zeit an uns selbst nagt? Alles Schnickschnack, finde ich. Schauen wir uns mal die Theorie auf Wikipedia an: Es geht letztendlich um das bekannte halbvolle oder halbleere Glas.

Ja, tragischer Weise ist das Jahr zeitlich gesehen in seinem Abspann. Aber dann können wir jetzt im Herbst alles in höchster Reife bewundern, was im ganzen Jahr entstanden ist: die Äpfel sind reif, die Weinlese steht an und das Herbstlaub färbt sich bezaubernd gelb-orange-rot. Und wenn das vorbei ist, steht die nächste Verzauberung der Landschaft an: Der Winter. Seid Ihr schon einmal im Schnee durch den Wald gegangen? Der Schnee dämpft alle Geräusche, alle Sinne sind schließlich reduziert aufs Minimale. Zurückgeworfen auf uns selbst beruhigt und entspannt so ein Gang in die Natur.

Was bleibt für mich?

Ich bin ganz sicher, dass wir das Hier und Jetzt genießen sollten, so wie es ist. Wenn es nicht gefällt? Was sind die Alternativen? Love it, change it or leave it. Aber ein „be annoyed“ ist kurz gefasst Mist. Auf geht’s, eine großartige Zeit erwartet uns – wir gestalten sie selbst.

Das scheint ein Herbst-Thema zu sein, ich habe auch zum Thema November-Nebel geschrieben. Es bleibt aber dabei: I am the Captain of my soul.

 

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